BERLIN (ewb) —
Die Leitung der Berlinale hat für das kommende Festival ein „Jahr ohne Kontroverse“ angekündigt. Man werde ausdrücklich auf politische Statements, offene Briefe und Gala-Boykotte verzichten. Stattdessen sollten „Filme gezeigt und diskutiert“ werden.
Die Ankündigung löste eine lebhafte Debatte aus. Mehrere Kulturjournalisten bezeichneten den Verzicht auf Kontroversen als „provokant“. Ein Kollege der Berliner Zeitung sprach von einem „kaum zu überbietenden Statement“.
Die Berlinale-Leitung erklärte daraufhin, sie bedauere, dass das Statement als Statement verstanden worden sei. Eine interne Klarstellung sei in Vorbereitung.