Bei der zentralen Gedenkfeier zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald hat Staatsminister für Kultur Wolfram Weimer auf ein Grußwort verzichtet. Er sei zwar anwesend gewesen, habe aber in der offiziellen Programmabfolge „keine Sprechrolle übernommen“, teilte sein Büro auf Anfrage mit.

Vertreter zweier Opferverbände hatten sich im Vorfeld gegen eine Rede ausgesprochen. Nach der Feier sprachen mehrere Teilnehmende von einem „ungewöhnlich gelungenen Auftritt“. Der Schauspieler und Autor Hape Kerkeling hielt die Hauptrede und gedachte seines Großvaters Hermann Kerkeling, eines Kommunisten, der das Lager überlebt hatte.

Der Direktor der Gedenkstätte, Jens-Christian Wagner, verwies in seiner Ansprache auf Angriffe von Rechtsextremen auf die Erinnerungskultur. Die Gedenkstätte werde „unter allen Umständen“ Gedenkstätte bleiben.